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„Kreuzfahrten Digital“: So ändern sich die Kundenansprüche auf hoher See

„Kreuzfahrten Digital“: So ändern sich die Kundenansprüche auf hoher See

Kreuzfahrten sind scheinbar immer noch mehrheitlich in der analogen Welt, zumindest was die Buchungen angeht. Die Münchener Beteiligungsholding PRIMEPULSE und Inter-Connect, Spezialist für Reise-Marketing, wollen das ändern.

 

2014 hat Deutschland erstmals Großbritannien als Europameister der Kreuzfahrten überholt. Knapp zwei Millionen Deutsche haben damals eine Hochseekreuzfahrt unternommen, 2017 waren es schon 2,2 Millionen Bundesbürger, ein fast zweistelliger Jahreszuwachs, berichtet der internationale Kreuzfahrtverband CLIA (siehe auch Kasten). Dabei werden die Passagiere immer jünger – von wegen „nur reiche Senioren“. Das Durchschnittsalter ist allein 2015 auf 50,1 Jahre gesunken. Auf manchen Kreuzfahrtschiffen sind gut ein Drittel der Gäste Kinder und Jugendliche, wie aus einem Beitrag auf mgm live hervorgeht.

Das Angebot muss sich verjüngen

Das bedeutet natürlich, dass sich auch das Angebot verjüngen muss. Und das fängt schon bei der Information zur passenden Kreuzfahrt und der Buchung an. Normalerweise ging man dazu ins Reisebüro oder ruft bei seinem Veranstalter an, bei dem man immer schon gebucht hat. Die heute um die 50-jährigen Babyboomer und vor allem die Digital Natives der Generationen Y und Z ab etwa 1980 sind es aber mittlerweile längst gewohnt, Waren und Dienstleistungen online zu suchen und zu bestellen. Doch auch die Älteren haben neue Erwartungen. Darauf muss sich die Branche einstellen.

 

Die Inter-Connect, seit fast 30 Jahren Repräsentanz internationaler Tourismusunternehmen, will das Bild von der vermeintlich angestaubten Kreuzfahrtindustrie ändern und damit als „Member of PRIMEPULSE“ auch wichtige Weichen stellen. Die Münchener Beteiligungsholding PRIMEPULSE, gegründet und unter der Leitung von CANCOM Co-Founder Klaus Weinmann, hat Inter-Connect 2017 im Zuge der Nachfolgeregelung übernommen und es sich wie bei den anderen Portfoliogesellschaften zur Aufgabe gemacht, das Unternehmen bei der Digitalen Transformation zu unterstützen.

Angebote werden digital

 

Geschäftsführerin der Inter-Connect mit Sitz in München ist Regina Weinmann. Sie sagt: „Etwa drei von vier Passagieren wählten 2017 eine Kreuzfahrt, Tendenz steigend. Die Reisegäste werden immer jünger und haben ganz andere Erwartungen. Dieses Publikum wollen wir über www.inter-connect.world mit einem vielseitigen, digitalen Angebot ansprechen.“

Kreuzfahrt Digital

Auch Reisebüros werden zunehmend digital und Online Travel Agencies, kurz OTAs, werden immer beliebter. Die Digitalisierung der Kreuzfahrtbranche betrifft aber nicht nur die Buchung und die weitgehend schon gegebenen Prozesse wie Warenbestellung und Logistik, sondern auch das Reiseerlebnis. Dazu gehören auch Zusatzangebote wie Veranstaltungen an Bord und Landgänge. Im Nachgang sorgt die Digitalisierung außerdem für ein effizienteres Feedback, so kann zum Beispiel über Bewertungsportale auf Kundenwünsche schneller reagiert werden.

Interessantes aus und über Kreuzfahrten

 

  • Statista rechnet für 2018 mit weltweit 27,7 Millionen Kreuzfahrtpassagieren, nach 17,8 Millionen im Jahr 2009.
  • Die weltweiten Umsätze sollen laut Statista zwischen 2007 und 2027 von 23,3 auf 57 Milliarden Dollar anwachsen.
  • CLIA zufolge haben Kreuzfahrtgäste 2017 vor und während ihrer Reise in den vier wichtigsten europäischen Märkten Deutschland, Großbritannien, Italien und Frankreich rund 2,2 Milliarden Euro ausgegeben, 377 Millionen allein in deutschen Kreuzfahrthäfen. Pro Person und Landgang in deutschen Häfen gibt jeder Kreuzfahrtbesucher im Schnitt 48 Euro aus, mit Anfahrt und Hotelübernachtung sind es 156 Euro.
  • Die beliebtesten Kreuzfahrtziele waren 2017 laut der Florida-Caribbean Cruise Association F-CCA die Karibik (33,7 Prozent), das Mittelmeer (18,7 Prozent), Resteuropa (11,7 Prozent) und Asien (9,2 Prozent).

Indoor-Navigation wird zum Erlebnis

 

Jedes Smartphone hat heute GPS und kann somit anzeigen, wo sich das Hochseeschiff gerade befindet. CLIA zufolge führen die meisten Törns nach Nordamerika, gefolgt vom Mittelmeer und der Karibik. Im Schiff versagt GPS aber. Um sich dort zurechtzufinden, gibt es Indoor-Navigationslösungen wie die vom Münchner App-Entwickler ChallTell Solutions auf Basis von WLAN/Wi-Fi und sogenannten Beacons, wörtlich übersetzt „Leuchtfeuer“.

 

Es handelt sich dabei um eine Technologie, die im WLAN-Netz mittels Bluetooth Low Energy (BLE) ständig kleine Datenpakete aussendet. Wie bei dem vielfach noch durch Induktionsschleifen gestützten Audioguide im Museum, kann damit je nach Räumlichkeit eine ganz bestimmte Aktion ausgelöst oder eben die genaue Position in Räumen gewiesen werden. Die Induktionstechnik erfordert spezielle Empfangsgeräte oder Kopfhörer. WLAN und Smartphones sind viel praktischer und setzten sich daher immer mehr durch für die Indoor-Navigation, besonders auch auf Hochseeschiffen, die wie schwimmende riesige Hotels sind.

Inter-Connect und die Traumschiffe

 

Im Portfolio von Inter-connect.world, welches sich besonders an Cruise-Neulinge richtet, finden sich die führenden Kreuzfahrtlinien mit den atemberaubendsten Luxusschiffen, die meisten davon unter britischer-amerikanischer Leitung. Das fängt an mit Princess Cruises, im Premium-Segment, die durch die TV-Serie „Love Boat“ weltberühmt wurde. Zu Cunard gehören so berühmte Luxusliner wie die Queen Elizabeth und die Queen Mary II, die eng mit dem englischen Königshaus verbunden sind. P&O lockt unter anderem auf der Aurora und der Britannia mit Platz für über 3.600 Passagiere zu Reisen ins Mittelmeer, in die Karibik und nach Nordeuropa. Pullmantur richtet sich mit Leisure & Fun zu attraktiven All-Inclusive-Preisen und Trips rund um die Kanaren, Dubai und über den Atlantik besonders an jüngere Urlauber. Die Reisen von Carnival Cruise Line in die Karibik sind legendär, nicht zuletzt wegen ihres unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnisses.

 

„Die Digitalisierung voranzutreiben gehört zu den dringenden Zukunftsaufgaben der Kreuzfahrtbranche, um das Image aufzufrischen und ein zukunftsfähiges Angebot für die jüngere, digital affinere Zielgruppe zu schaffen. Wir von Inter-Connect wollen dazu einen wichtigen Beitrag leisten, um die Unentschlossenen für eine Kreuzfahrt zu begeistern als die einfache und bequeme Art, in kurzer Zeit viele unbekannte Orte zu erkunden und das Urlaubserlebnis schon mit dem ersten Klick beginnen zu lassen“, so Geschäftsführerin Regina Weinmann.

Quelle Titelbild: inter-connect 

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