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Robert Both: „Wir bewegen uns innerhalb eines riesigen Wachstumsmarktes im Kontext der Digitalisierung“

Robert Both: „Wir bewegen uns innerhalb eines riesigen Wachstumsmarktes im Kontext der Digitalisierung“

Der Elektronikspezialist Katek ist auf gutem Weg, seine Stellung im Segment der Electronic Engineering und Manufacturing Services (EMS) weiter auszubauen. Robert Both, Geschäftsführer Katek, erläutert im Interview die Unternehmensstrategie.

 

Redaktion: Herr Both, Katek ist seit Mai 2018 Mitglied der PRIMEPULSE-Gruppe. Fühlen Sie sich wohl?

 

Both: Wir haben schon erhebliche Fortschritte bei der Integration in die PRIMEPULSE-Gruppe gemacht. Innerhalb der Gruppe herrscht ein kollegialer Umgangston und wir fühlen uns sehr wohl. Weil mit der Steca Elektronik ein ehemaliger Wettbewerber im Bereich EMS ebenfalls unter dem Dach von PRIMEPULSE SE zu finden ist, ist unsere Marktmacht gewachsen. Die Synergien mit Steca stehen nach vier Monaten als MEMBER OF PRIMEPULSE zwar noch am Anfang, aber es gab bereits einige sehr konstruktive Gespräche.

Robert Both_Katek

Robert Both

Geschäftsführer Katek GmbH

(Quelle Primepulse)

R: Wie wirkt sich diese größere Marktmacht aus?

 

B: Wir sind gemeinsam mit Steca jetzt bereits im Segment der Electronic Engineering und Manufacturing Services (EMS) an den Umsätzen gemessen unter die Top 5 in Deutschland aufgerückt.

Das bedeutet vor allem bessere Einkaufskonditionen. Wir und Steca können viel voneinander lernen.

Es öffnen sich für uns neue Märkte und große Kunden werden auf uns aufmerksam.

 

R: Sehen Sie Wachstumspotentiale?

 

B: Katek ist in den Segmenten Automotive, Industrie, Consumer und Medizintechnik unterwegs. Hier sehen wir genügend Marktpotential, da in allen Segmenten der Bedarf an Elektronik permanent zunimmt. Um sehr große Kunden zu erreichen, wären gegebenenfalls noch zusätzliche Standorte in Amerika und Asien sinnvoll.

 

R: Wo liegt Ihre besondere Stärke?

 

B: Wir überzeugen weltweit als kompetenter Ansprechpartner für Elektroniklösungen. Unsere Produktivität ist sehr hoch und unser Planungssystem transparent. Wir legen besonderes Gewicht auf Prüfen und Testen. Beim Thema Datenbanken und Prüftechnik haben wir inhouse viel Wissen und eigenentwickelte softwaregetriebene Prozesse aufgebaut. Wir automatisieren viel und ermöglichen prädiktive Wartung. Bei Industrie 4.0 sind wir schon frühzeitig dabei gewesen.

 

R: Wo steht Katek beim Thema Digitalisierung?

 

B: Wir treiben die Digitalisierung unseres Geschäfts sehr stark voran. Industrie 4.0 und Automatisierung spielen eine große Rolle im Bereich unserer Produktions- und Prüfprozesse. Unser Elektronik Know How findet sich in zahlreichen Produkten des täglichen Lebens versteckt, die heute in Zeiten von IoT „smart“ gemacht werden, zum Beispiel im Batteriemanagementsystem von Elektroautos, im TFT-Touchdisplay eines Elektroherds oder als Steuerung in der Gebäudetechnik. Damit bewegen wir uns als Elektronikfertiger innerhalb eines riesigen Wachstumsmarkts im Kontext der Digitalisierung.

 

R: Wie sehen Sie sich im internationalen Wettbewerb?

 

B: Einige unserer asiatischen Marktbegleiter haben nicht denselben Qualitätsfokus wie wir. So mancher Großkunde ist enttäuscht aus Asien zurückgekommen. Wir bieten Flexibilität und uns behindert keine Sprachbarriere. Der Markt wird sich konsolidieren, und durch die Stärke der PRIMEPULSE SE können wir nach vorne kommen.

 

Quelle Titelbild: Katek

Member of Primepulse
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