Equity & Governance

Nachfolge: Kommunikation schafft Vertrauen

Nachfolge: Kommunikation schafft Vertrauen

Wie eine durchdachte Kommunikation bei internen und externen Stakeholdern Vertrauen aufbaut.

 

Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist eine komplexe Herausforderung für viele Familienunternehmen und nicht selten ein emotionales Thema. Gerade wenn es darum geht, dass das Unternehmen in der Familie an die Kinder- oder Enkelgeneration weiter gegeben werden soll, diese allerdings nicht immer in die Fußstapfen der Eltern oder Großeltern treten oder beruflich etwas ganz anderes machen wollen. Der Unternehmensverkauf ist dann eine übliche Form der Nachfolgeregelung (PRIMEPULSE MAGAZINE berichtete).

 

Diese Übergabeprozesse sind ohne Frage sehr sensibel und vertraulich, trotzdem – und vielleicht sogar gerade deshalb – ist eine professionelle Kommunikation kein Widerspruch, sondern wichtiger Bestandteil.

Das Kommunikationsziel ist, Vertrauen zu bewahren.

Aber wer ist zu informieren und vor allem wann? Zielgruppenspezifische Inhalte und Timing sind wesentliche Erfolgsfaktoren. So kann es bei Letzterem durchaus sinnvoll sein, die Führungskräfte frühzeitig über die Nachfolge in Kenntnis zu setzen und sie in den Nachfolgeprozess einzubinden. Ebenfalls in einer frühen Phase involviert sind häufig enge Vertraute wie zum Beispiel Steuerberater oder Rechtsanwälte, aber auch Banken sind in vielen Fällen frühzeitig informiert. Sie begrüßen den Nachfolgeprozess als normalen und geplanten Schritt, was für das Vertrauensverhältnis von Vorteil ist.

 

Sobald die Unternehmensübertragung an den Nachfolger abgeschlossen ist, empfiehlt es sich, die Mitarbeiter zu informieren. Transparenz über die Strategie und Pläne des Nachfolgers kann Unsicherheiten ausräumen. Es gilt, gegenüber den Mitarbeitern Sicherheit, Perspektive und einen klaren Weg zu vermitteln, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sie das Unternehmen verlassen. Es bedarf also einer guten Kommunikation der Verantwortung für die Mitarbeiter und die Demonstration von Führungskompetenz.

 

Erst danach – aber ebenfalls zeitnah – sollte die externe Kommunikation zu den Geschäftspartnern erfolgen. Insbesondere gegenüber strategisch wichtigen Kunden und Lieferanten ist die persönliche und direkte Kommunikation durch den vorherigen sowie den neuen Eigentümer wichtig. Kunden und Lieferanten, die nicht individuell informiert werden, sollten dennoch Informationen über die Nachfolge vom Unternehmen selbst erhalten. Hier bieten sich zum Beispiel ein offizielles Schreiben, ein Newsletter oder ein Artikel auf der Unternehmenswebseite an.

rosenfeld-beate-7656

Beate Rosenfeld

Head of Group Brand & Communication bei PRIMEPULSE

(Quelle: LinkedIn)

„Professionelle Kommunikation sollte den Nachfolgeprozess begleiten und Missverständnissen vorbeugen. Ein reibungsloser Übergang stärkt die Reputation und sichert das Vertrauen bei allen Stakeholdern.“

Quelle Titelbild: Juhasz Imre on Pexels.com

Meist gelesen
15. April 2020
„Made in Germany“: zeitlos, zeitgemäß oder doch überholt?
05. März 2020
Digital Commerce Anywhere: Die Zukunft des Handels
10. Juli 2020
Klaus Weinmann: Corporate Finance nach Corona
22. August 2019
Rainer Koppitz: „Wir leben von exzellenten Leuten.“
Unternehmens News
19. Dezember 2019

KATEK schließt strategische Partnerschaft mit Huf und übernimmt Elektronikfertigung in Düsseldorf
Weiterlesen

16. Oktober 2019

PRIMEPULSE und GENUI investieren in Mindcurv
Weiterlesen

12. August 2019

KATEK SE erwirbt bebro electronic GmbH und eSystems MTG GmbH
Weiterlesen