Equity & Governance

M&A als Digitalisierungs-Booster

M&A als Digitalisierungs-Booster

Die Corona-Krise hat den M&A Markt zwar noch immer fest im Griff, doch trotz der Unsicherheit hebt sich die Stimmung allmählich. Unternehmen wagen sich nach und nach wieder an Transaktionen heran. 

 

Die vergangenen Monate am M&A Markt waren einschneidend: die Corona-Krise hat einen selten gesehenen Grad an Planungsunsicherheit für die meisten Unternehmen ausgelöst. Plötzliche Lieferengpässe, Corona-bedingte Hygieneauflagen, unvorhersehbare Auftragsstornierungen sind nur einige Beispiele dafür. Eigentümer, die nicht verkaufen mussten, haben in dieser „Schwebesituation“ keinen M&A-Prozess in Gang gesetzt (PRIMEPULSE MAGAZINE berichtete). Viele Transaktionen wurden aufgrund der Corona-Krise verschoben oder komplett auf Eis gelegt. Gleichzeitig stiegen die Anfragen für Investments in innovative Wachstumsunternehmen. Zu den „Corona-Profiteuren“ Krisengewinnern zählten insbesondere die IT- bzw. Digitalbranche, die durch den „Digitalisierungsbeschleuniger“ Corona in vielen Bereichen Auftrieb bekommt. Dem FINANCE M&A Panel zufolge ist die aktivste Branche ist derzeit Software. Ebenfalls eine stärkere Aktivität verzeichneten die Branchen Telekommunikation sowie Handel/E-Commerce.

 

Branchenübergreifend sollten sich Unternehmen jeder Art und Größe jetzt an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen und mit der Digitalisierung ihres Geschäftsmodells auseinandersetzen, um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben. Dazu gehört beispielsweise die Abhängigkeiten von einzelnen Kunden beziehungsweise Branchen sowie von internationalen Lieferketten durch den Aufbau von sogenannten Second Source-Lieferanten zu verringern, das Empowering und Enabling der Mitarbeiter für New Work Modelle, die Stärkung der Eigenkapitalbasis, aber auch der Zukauf ergänzender Technologien und Know-hows.

M&A: ein erfolgsversprechender Weg

Gerade für Mittelständler sollten Unternehmensakquisitionen zum Instrumentarium für die Digitale Transformation und beschleunigtes Wachstum gehören, da die inhouse Entwicklung eines eigenen softwarebasierten Leistungsangebots oder operative Kooperationen mit Technologie-Start-ups oftmals nicht die gewünschten Erwartungen erfüllen.

Mittelständler waren bislang eher zurückhaltend mit Übernahmen oder Eigenkapitalinvestments. Jedoch hat sich die Einstellung mittelständischer Unternehmen gegenüber anorganischem Wachstum trotz dessen Komplexität positiv entwickelt (PRIMEPULSE MAGAZINE berichtete).

 

Die Erfahrung zeigt, dass eine erfolgreiche Integration in die eigene Organisation entscheidend ist, um die Marktposition zu festigen oder auszubauen. Insbesondere bei M&A-Transaktionen im Start-up-Umfeld gilt es, kulturelle und organisatorische Unterschiede zu beachten, damit die Innovationskultur nicht ausgebremst, sondern befruchtet wird.

Mit Kompetenz zum Erfolg

Damit M&A-Transaktionen erfolgreich sind und zu einer Win-win-Situation führen, empfiehlt es sich, einen erfahrenen Berater oder auch Investor hinzuzuziehen. Dieser engagiert sich unternehmerisch und unterstützt damit aktiv die Unternehmensentwicklung. Mittels seines Netzwerks, der Erfahrung, umfassender Analysen, Fachkompetenz und profunder Kenntnisse digitaler Märkte kann das erworbene Unternehmen effektiv integriert werden.

KATEK SE - MEMBER OF PRIMEPULSE

Ein Beispiel für die erfolgreiche Partnerschaft mit einem Investor und die Sinnhaftigkeit einer Wachstumsstrategie durch strategische Zukäufe ist die Ende 2018 unter dem Dach der PRIMEPULSE gegründete, international tätige KATEK SE , derzeit der zweitgrößte Elektronikdienstleister in Deutschland. Durch die gezielten Übernahmen der Steca Elektronik GmbH (2016), der Katek GmbH (2018), der ETL GmbH (2018), der eSystems und bebro inklusive beflex (2019) sowie der Elektronikfertigung der Huf Gruppe gehört die KATEK SE heute zu den Top 10 EMS-Unternehmen in Europa und plant, ihre Marktposition in den nächsten Jahren durch weitere Akquisitionen weiter auszubauen. Allein durch organisches Wachstum sind die gerade im EMS-Umfeld so wichtigen Größeneffekte und Standortvorteile nicht zu erreichen. Die Unternehmen der KATEK-Gruppe werden auch in Zukunft von der Erfahrung und Expertise der PRIMEPULSE im Bereich M&A profitieren.

 

 

Quelle Titelbild: Carl Solder on Unsplash

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