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HR Digitalisierung: Karriereportale, Facebook & Co

HR Digitalisierung: Karriereportale, Facebook & Co

Die Digitalisierung hat das Verhalten bei der Jobsuche verändert. Bewerber erwarten heute einen schlanken Bewerbungsprozess, der einfach, schnell und transparent funktioniert. Die Erwartungen der Bewerber an Unternehmen sind gestiegen. 

 

Laut dem Digitalverband Bitkom fallen auf jeden Bewerber als IT-Spezialist fünf potentielle Arbeitgeber. Und auch andere Branchen spüren den sich verschärfenden „War of Talents“. Dies bedeutet für Unternehmen nicht nur ihre Karriereplattformen und –portale auf Vordermann zu bringen und die One-klick Bewerbung anzubieten, sondern auchihrenBewerbungsprozess qualitativ hochwertig anzupassen.

Social Web: Erste Wahl für Employer Branding

Carolin Hanisch-HeindlDirector Recruiting and Employer Branding der CANCOM:

LinkedIn, XING, Facebook und Co. sind im Personalmarketing-Mix nicht mehr wegzudenken. Allerdings nutzen viele Unternehmen trotz der Präsenz in sozialen Medien deren Potenzial noch nicht in vollem Umfang. Die meisten haben zwar ein Arbeitgeberprofil auf LinkedIn oder XING, kommunizieren aber über diesen Kanal nicht aktiv, beispielsweise relevante News für potenzielle Bewerber. Die Inhalte des Profils sind nach Ansicht von Carolin Hanisch-Heindl durchaus entscheidend. 

Weiche Faktoren wie der Cultural Fit des Unternehmens und Benefits sollten transparent zugänglich sein, denn diese Punkte spielen heute mehr denn je eine Rolle für Bewerber.

Bewerbungsprozess: Effizient und social

Auch im Bewerbungsprozess selbst haben die sozialen Medien Einzug gehalten. Die Chance für Kandidaten, sich am PC bequem zum Beispiel mit ihren LinkedIn- oder XING-Profilen zu bewerben, beeinflusst die Candidate Experience positiv. Mit einem mobil optimierten Online-Bewerbungsformular und einer entsprechenden Schnittstelle wäre dies sogar noch nutzerfreundlicher am Smartphone möglich.

 

Für viele Unternehmen zählt das Anschreiben weiterhin zu einem Pflichtdokument in der Bewerbung. Carolin Hanisch-Heindl ist überzeugt:

Director of Recruiting: Carolin Hanisch-Heindl

Carolin Hanisch-Heindl

Director of Recruiting & Employer Branding bei CANCOM

(Quelle: LinkedIn Carolin Hanisch-Heindl)

„Wer glaubt, dass er den Menschen anhand eines Anschreiben bewerten kann, irrt sich. Der persönliche Kontakt zum Bewerber wird immer wichtiger, denn die Candidate Experience steht im Vordergrund und zwar für beide Seiten. Unternehmen und Bewerber müssen über eine gemeinsame DNA verfügen!“

Neben klassischen Vorstellungsgesprächen sollten Unternehmen daher im Zeitalter der Digitalisierung ihren Kandidaten Videointerviews anbieten. Dies verringert nicht nur den Aufwand, sondern vermittelt Bewerbern gleichzeitig das Gefühl von Modernität und Flexibilität des Unternehmens: An einem Ort und Zeitpunkt ihrer Wahl und trotzdem lernen beide Seiten die Authentizität des anderen besser kennen. „Die digitale Transformation im HR Bereich erfordert also nicht nur eine neue Business Strategie sondern auch neue Technologien“, so die Managerin.

 

Die Human Resources (HR) Digitalisierung bedeutet eine Neupositionierung in Unternehmen, welche die Bewerbungsprozesse optimiert. Reports mit aussagekräftigen KPIs wie die Time-to-internal-feedback oder Time-to-Interview werden unerlässlich. Eine Time to hire darf heute nicht länger als sechs Wochen dauern, denn der Wettbewerb um kluge Köpfe war noch nie so hart umkämpft.

Die Digitalisierung ist also nicht nur ein wachsendes Geschäftsfeld, sie transformiert auch Arbeitsstrukturen und Unternehmenskultur.

It’s a match

Unternehmen wünschen sich Kandidaten mit Skills für digitales und strategisches Denken, die in der Lage sind, in wechselnden Teams und unterschiedlichen Projekten zu arbeiten und sich flexibel mit Arbeitsinhalten auseinanderzusetzen.

 

Mitarbeiter wünschen sich moderne Arbeitgeber und ein innovatives Arbeitsumfeld. Sie knüpfen zunehmend die Attraktivität ihrer Tätigkeit an den Digitalisierungsgrad des Unternehmens. Ein Unternehmen, das auch künftig an einem guten Image auf dem Bewerbermarkt interessiert ist, muss die Digitalisierung meistern.

 

Quelle Titelbild: pexels.com

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